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Dienstag, 4. Juni 2013

Santorin - Die 10 schönsten Inseln der Welt Platz 5

Santorini, griech. Σαντορίνη, ist eine Inselgruppe der Kykladen. Ihre Hauptinsel mit dem griechischen Namen Thira (griech.Θήρα) ist wohl das beliebteste touristische Ziel der Kykladen, nicht nur wegen der schönen Strände, sondern in erster Linie wegen der weltweit einmaligen Schönheit ihrer Dörfer am Rand eines Vulkankraters.

Datei:Santorini Caldera Landsat.jpg

Aus der Geschichte 

Besiedelt war die als "Kalliste" (die Schönste) und "Strongyle" (die Runde) bekannte Insel bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. von den aus Kleinasien stammenden Karern. Ihnen folgten die Minoer. Zu jener Zeit waren die Inseln Thira, Thirassia und Aspronisi noch miteinander verbunden und bildeten einen beinahe kreisrunden Ring, der nur an der heutigen Südwestspitze bei Akrotiri zum Meer geöffnet war und eine Lagune umschloss, in deren Mitte ein kleiner Berg aus dem Wasser ragte. Dieser entpuppte sich als gefährlicher Vulkan, er brach zwischen 1630 und 1600 v.Chr. aus, die "minoische Eruption" beendete die Besiedlung abrupt. Von ihrer einst fast kreisrunden Form bleibt nur ein sichelförmiger Kraterrand erhalten, bedeckt mit einer meterhohen Schicht von Vulkanasche und Bims. Die Caldera des Vulkans stürzte in sich zusammen, ihr Kraterrand fällt steil ab und reicht mehrere hundert Meter in die Tiefe.

Einige Jahrhunderte später siedeln hier die Dorer, sie bezeichneten die größere Insel nach ihrem Anführer als Thira, die kleineren Inseln als Thirasia und Aspronisia. Aber der Vulkanismus blieb aktiv: im Jahr 197 v.Chr. erhob sich erstmals eine Lava-Insel aus der Mitte der Caldera.
Etwa um 1200 kamen die Venezianer auf die Insel. Auf sie geht der Name Santorini zurück nach einer Kirche, die Santa Irene geweiht war. Vom 16. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert war die Insel unter osmanischer Herrschaft, 1834 kam sie zum damals neu gegründeten griechischen Staat.
Datei:Santorini fira 150707.jpg

Vulkanismus


Der Vulkanismus ist auf Santorin immer noch aktiv. Im 16. und 18. Jahrhundert erhoben sich zwei weitere Inseln aus dem Meer, sie vereinigten sich 1925 zur Insel Néa Kaméni, deren Schwefeldämpfe heute noch von der Aktivität im Untergrund zeugen. Und dieser Vulkanismus verursachte 1956 ein Erdbeben, bei es in allen Orten der Insel große Zerstörungen gab. Der Ort Mesa Gonia wurde fast völlig zerstört, seine Bewohner wurden umgesiedelt und gründeten den Ort Kamari.
Bedingt die Vulkanasche der minoischen Eruption haben sich auf Santorin einige Besonderheiten ausgebildet, die man nur auf dieser Kykladeninsel findet. Die Häuser der Ortschaften am Kraterrand sind großteils als Höhlenwohnungen angelegt: sie wurden einfach in den weichen Tuffstein gegraben, die Vorderseite wurde mit einem gewölbten Dach und einer Mauer verschlossen. Der ausgegrabene Bims war als Baumaterial zu gebrauchen, er wurde bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts noch abgebaut und gehandelt. So wurde z.B. der Hafen von Port Said am Suezkanal mit Bims aus Santorini gebaut.

Anreise 

Mit dem Flugzeug 

Der Flughafen Santorini IATA CodeJTRICAO CodeLGSR liegt im Osten der Insel Thira zwischen Monolithos und Kamari. Er wird täglich von Athen aus angeflogen von Olympic Airways und Aegean Airlines, in der Saison 4-5 mal am Tag. Von anderen europäischen Flughäfen kommen dann auch Charterflüge auf die Insel, oft auch mit Zwischenstopp in Athen oder auf dem Flughafen in Chaniá auf Kreta
.

Mit dem Schiff 

  • Von Piräus gibt es mehrere Fährverbindungen:
    • Westkykladen-Route: Piräus - Sifnos - Milos - Santorini
    • Ostkykladen-Route: Piräus - Syros - Paros - Naxos - Ios - Santorini
  • Von Rafina: Rafina - Andros - Tinos - Mykonos - Paros - Naxos - Ios - Santorini
  • Außerdem gibt es Fähren von und nach Kreta
Die Fähren legen am Hafen Athinios an, einige Kilometer südlich von Firá.
Das Busnetz ist sternförmig angelegt. Zentraler Punkt ist der Busbahnhof in Firá, von dort fahren regelmäßig Busse nach Oía, Kamari, Perissa, Akrotiri und zum Flughafen Santorini, vereinzelt auch nach Vlihada und nach Monolithos. Fahrkarten gibt es am Automaten oder beim Fahrer, der Preis für Kurzstrecken liegt bei 1,60€ (Stand 2012). Die Busfahrpläne wechseln in der Saison mehrmals, aktuelle Pläne sind auf der Internet-Seite des Betreibers KTEL
Mietfahrzeug: In allen größeren Orten (Firá, Kamari und Perissa) Vermietung von Kleinwägen, Quads und Zweirädern. Aufgrund der geringen
 Entfernungen reicht ein Roller zur Erkundung der Insel meist aus. Schwach motorisierte Fahrzeuge sind jedoch an den oft hügeligedn Straßen ein Verkehrshindernis.

Sehenswürdigkeiten 

  • Ausgrabungsstätte von Akrotiri nach einem Deckeneinsturz im September 2005 , bei dem ein Tourist ums Leben kam, wurde die Ausgrabungsstätte geschlossen. Am 10.04.2012 wurde sie wieder eröffnet.
  • Bergdorf Pirgos
  • Alt-Thira Ausgrabungsstätte

Firá

Firá ist der Hauptort von Santorini. Er liegt auf einer Höhe von 260 m am Kraterrand der Insel Thíra. Seine spektakuläre Lage macht den Ort zu einem beliebten touristischen Ziel.
Datei:GR-santorini-fira-maultierpfad.jpg

  • Die Hauptsehenswürdigkeit von Firá ist die spektakuläre Lage. Ein Spaziergang ist ein absolutes Muß.
  • Mitropolis Ypapanti, die Bischofskirche wurde nach dem Erdbeben von 1956 neu erbaut. Es ist eines der wenigen Gotteshäuser auf den Kykladen, das tagsüber geöffnet ist. Fotografieren ist hier nicht gestattet.
  • Der Eselspfad zum Hafen ist ein Erlebnis der besonderen Art. Es ist schon ein Schauspiel, wenn Dutzende von Personen auf dem Rücken dieser Tragetiere (Preis 5 € p.P.) transportiert werden. Farbe und Größe der Tiere zeigen jedoch, dass es sich um Maultiere handelt. Es sollen 588 Stufen sein, Dung dieser gutmütigen Tragetiere liegt wohl auf jeder einzelnen davon, auch wenn die Eseltreiber ständig mit dem Besen unterwegs sind.

Museen


  • Prähistorischees Museum ThiraTel.: +30 22860 23217. geöffnet Di-So 8:30-15 Uhr, Mo geschlossen. Das Museum liegt oberhalb des Busbahnhofs auf dem Weg zum Kraterrand an der Bischofskirche. Exponate unter anderem Ausgrabungen und Wandbilder von Akrotiri.
  • Archäologisches MuseumTel.: +30 22860 22217. geöffnet Di-So 8:30-15 Uhr, Mo geschl nahe der oberen Seilbahnstation. Prähistorische Funde aus Alt-Thira bei Kamari, Keramiken (Vasen, Amphoren)
  • Museum Megaro Gyzi (Kulturzentrum) (gegenüber der katholischen Kirche), Tel.: +30 22860 23077. geöffnet Mai-Okt werktags tägl 10:30-13:30 und 17-20 Uhr, So 10:30-16:30

Imerovigli

Noch weiter nördlich und noch höher gelegen ist Imerovigli. Auf einer Landzunge dir dem Ort ist ein markanter Felsen, der Skaros. Auf ihm befand sich einst eine Burg der Venezianer, von ihr hatte man einen guten Überblick über die Caldera. Bei dem Erdbeben im 19. Jahrhundert wurde sie jedoch völlig zerstört. Zum Felsplateau der Ruine führt ein schmaler Pfad.


Oía

Von Firá geht eine Straße entlang der Westküste in der Nähe des Kraterrands nach Oía. Einheimische bevorzugen die Verbindung entlang der Ostküste, sie müssen auf dieser Strecke weniger auf schaulustige Touristen Rücksicht nehmen.

Datei:GR-santorini-oia-2.jpg


Wer kykladische Architektur mag, kommt in Oía voll auf seine Kosten. Weiße Häuser mit blauen Fensterläden und Türen, zahlreiche Kapellen mit kleinen Glockentürmen bestimmen das Bild. Verwinkelte Gassen sind gerade mal so breit angelegt, dass der Warentransport mit einem Maulesel möglich war. In Oía sieht man jedoch mehr Farbe als sonst in den Orten: pastellfarbige Fassadenanstriche lockern das Ortsbild auf. Auch sind einige der Häuser mehr verziert als anderswo: die Kapitänshäuser
Hauptsehenswürdigkeit ist in Oía der Sonnenuntergang. Alles strömt zum Kraterrand, die besten Plätze gibt es natürlich ganz im Westen, und schon eine Stunde vor Sonnenuntergang belagern zahlreiche meist junge Touristen die alten Gemäuer der Lontza-Burg, wie das Argyli-Kastell auch genannt wird. Ältere Semester sitzen lieber in einer der zahlreichen Tavernen, genießen den Blick auf den Hafen von Ammoudi, die Windmühle, die Menschenmenge auf den Mauern des Kastells und natürlich auf den Sonnenuntergang.
Datei:GR-santorini-oia-ammoudi-1.jpg
Sehenswert sind auch die zahlreichen Läden mit den üblichen Souvenirs, jedoch auch mit sehr schönem Kunstgewerbe, das teilweise von den Künstlern selbst vermarktet wird. Bei den Preisen merkt man, dass zahlungskräftige Kreuzfahrt-Passagiere zu den Kunden zählen.
Das Marine-Museum in der Nähe des Rathauses, geöffnet täglich außer Di von 10-14 Uhr und von 17-20 Uhr. Exponate: Schiffsmodelle, Gallionsfiguren, nautische Geräte.

Kamari

Der Ort Kamari ist noch recht jung. Er entstand 1956, nachdem ein verheerendes Erdbeben den im Inselinneren liegenden Ort Mesa Gonia völlig zerstört hatte. Die Einwohner dieses Ortes wurden in Notunterkünften nahe der Küste untergebracht und beschlossen, hier zu bleiben. Was zunächst als Provisorium angelegt war, entwickelte sich zu einem modernen Badeort.
Datei:Kamari and airport.jpg

Sehenswürdigkeiten


  • Die Strandpromenade
  • Oberhalb von Kamari liegt auf dem Mesa Vouno die Ausgrabungsstätte Alt-Thira, erreichbar auf einer schmalen Fahrstraße per Auto oder zu Fuß. Geöffnet Di-So, Mo geschlossen.
  • Mesa Gonia, die weitgehend zerstörte Ortschaft ist nur 2 km entfernt. Die Häuser bestanden meist aus Höhlen im Bimsstein. Während die Höhlen erhalten blieben, stürzten die Vorbauten beim Erdbeben ein. Ein Spaziergang durch die Gassen zeigt die noch recht ursprünglichen Anlagen, ein Teil der alten Häuser wird jedoch wieder bewohnt.

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