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Donnerstag, 11. Oktober 2012

Kreta: Ein Dorf nur für Touristen


Arolithos ist ein ganz besonderes Dorf: Es wurde nur für Urlauber gebaut, um ihnen Kretas Tradition nahezubringen. Das funktioniert seit vielen Jahren gut, denn das Dorf hat so gar nichts von Disney-World.
Morgens um zehn Uhr: Angeführt von einer Frau in kretischer Tracht zieht ein kleiner Trupp Mädchen fröhlich singend durch die enge Gasse. Jedes von ihnen hält einen kleinen Tonkrug vor der Brust. Zehn Minuten später kommen sie – immer noch singend – wieder zurück. Jetzt sind die Krüge mit Wasser gefüllt und werden auf der Schulter getragen. Was die Kinder damit anstellen, bleibt rätselhaft – so schnell wie sie kamen, sind sie auch wieder verschwunden.

Das Dorf Arolithos ist eine Oase am Berghang, die man so nah am hektisch lärmenden Heraklion nie und nimmer erwarten würde. Alte Häuser in steilen Gassen. Rustikale Tische unter schattigen Platanen. Geranien und Rosen in verschwenderischer Fülle. Munter zwitschernde Vögel. Dösende Katzen in allen Farben und Größen. Ein verfressener Hund, der selbst vor Cornflakes nicht haltmacht. Und eine Herde Schafe und Ziegen, die jeden Morgen zum Weiden kommt – zum Greifen nah auf der anderen Seite des Zauns, wo die Hotelgäste frühstücken.

Eine rekonstruierte heile Welt

Was kaum einer glauben mag: Diese ganze heile griechische Welt ist ein Kunstprodukt. Vor gerade mal 35 Jahren Stein für Stein, Tür für Tür und Möbelstück für Möbelstück von den Eltern der heutigen Besitzer aus allen Teilen der Insel zusammengetragen. Mit dem Ziel, ein Teil des ursprünglichen Kreta für die Nachwelt zu bewahren und mit Leben zu erfüllen. Ein durchaus erfolgreiches Konzept: Fast täglich sind neben Kreuzfahrt- und Bustouristen auch Kindergartengruppen und Schulklassen auf Exkursionen hierher unterwegs, um sich intensiv mit altem Handwerk wie Weben und Töpfern oder kretischem Brauchtum zu beschäftigen.
Arolithos, Erlebenisdorf, Griechenland, Tourismus
Ekkehart EichlerNeben 36 Zimmern gibt es im Dorf eine Taverne, in der auch die Hotelgäste essen. Es ist ein Café mit prächtigem Panorama und Poolblick.
Neben 36 Zimmern gibt es im Dorf eine Taverne, in der auch die Hotelgäste essen. Ein Café mit prächtigem Panorama und Poolblick. Einen Minimarkt mit kretischen Spezialitäten. Ein altmodisches Kafenion zum gemütlichen Schwatz zwischendurch. Ein kleines Museum zu Landesgeschichte und Volkskunst. Zwei originalgetreu eingerichtete Häuser im Stil ländlicher Behausungen des 19. Jahrhunderts. Diverse Läden schließlich mit handgearbeiteten kretischen Souvenirs.
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Kreta: Ein Dorf nur für Touristen - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/reisen/reisefuehrer/griechenland/tid-22898/kreta-ein-dorf-nur-fuer-touristen_aid_644705.html
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